Südlicher Pudu geboren
In der Nacht zum 1. Mai kam ein Südlicher Pudu in unserem Zoo zur Welt. Das Kitz hat die ersten Wochen seines Lebens gut überstanden und ist, wie auch seine Mutter Tinka, wohlauf.

Zurzeit befinden sich Mutter und Kind in einem rückwärtigen Gehege hinter dem Hauptgehege am Tamandua-Haus, das sie sich mit den Großen Ameisenbären teilen. Sie bekommen dort noch etwas Zeit für sich.
Das Jungtier wird nur schwer zu entdecken sein. Wie für einen Hirsch typisch, ist ein junger Pudu ein sogenannter Ablieger. Das Kitz bleibt in den ersten Wochen meist regungslos in Deckung zurück, während die Mutter an einer anderen Stelle nach Nahrung sucht und frisst. Zum Säugen kehrt sie dann zu ihrem Nachwuchs zurück. Das Jungtier kann in seiner versteckten Position nur schwer von Räubern entdeckt werden, da es durch seine Fellzeichnung gut getarnt ist. Außerdem sondert es keinen Eigengeruch ab, der Räuber anziehen könnte, da seine Duftdrüsen noch inaktiv sind. So bietet die Distanz zwischen Kind und Mutter bei der Nahrungssuche auch einen zusätzlichen Schutz für das Jungtier, falls ein Räuber die Duftspur des Muttertieres aufgenommen haben sollte. Denn diese kann ohne Nachwuchs deutlich schneller und besser fliehen.
Mit einer Schulterhöhe von 25 bis 40 Zentimetern gelten Pudus mit als die kleinsten aller Hirsche. Damit sind sie ausgewachsen etwa so groß wie ein Hase. Das Geburtsgewicht liegt bei etwa 700 bis 900 Gramm.
Text: Ida Andrae, Marcel Stawinoga
