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Weißstorch-Paar Horst und Regina

Das Weißstorch-Paar Horst und Regina hat endlich zueinander gefunden und mit der Familienplanung begonnen. Innerhalb weniger Tage bauten sie ihren Horst – so nennt man den Storchennistplatz – und wechseln sich seither, wie bei Störchen üblich, beim Brüten ihrer fünf Eier ab.

Regina kam im Februar dieses Jahres aus dem NaturZoo Rheine zu uns nach Dortmund. Nachdem Horst seine langjährige Partnerin Gisela verloren hat, sollte sie ihm Gesellschaft leisten. Die erste Zusammenführung verlief jedoch nicht besonders harmonisch, weshalb die beiden vorerst getrennt voneinander untergebracht werden mussten. Doch mit etwas Geduld gelang es schließlich doch, dass sie Gefallen aneinander fanden, was sie mit dem Klappern ihrer Schnäbel deutlich zeigten. Daraufhin wagten die Tierpfleger einen zweiten Versuch der Zusammenführung, und tatsächlich zeigte das Wirkung: seitdem sind Horst und Regina ein unzertrennliches Paar.

Das Klappern der Schnäbel ist ein typisches Balzverhalten von Störchen und dient zur Paarbindung; es ist also auch ein Zeichen für Zuneigung sowie Reviermarkierung.

Regina ist schätzungsweise im Frühjahr 2018 in Rheine geschlüpft und wurde als verunfallter Vogel eingesammelt und aufgepäppelt. Durch ihren Unfall ist sie flugunfähig und auf einer Seite gelähmt.

Auch Horst kommt aus dem NaturZoo Rheine und ist dort 1992 geschlüpft. Seit dem 16. März 1994 lebt er bei uns im Zoo Dortmund. Er ist ebenfalls flugunfähig, denn wie damals üblich, wurden seine Flügel kupiert. Das Tierschutzgesetz erlaubte damals in einer Ausnahmeregelung diese Art der Amputationen bei Vögeln. Seit dem 1. Juni 1998 wurde diese Regelung aber abgeschafft und ist seitdem nicht mehr erlaubt.

Text: Ida Andrae, Marcel Stawinoga

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