Der Rosalöffler
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Rosa-Löfflers erstreckt sich vom südlichen Nordamerika über Mittelamerika bis ins südliche Südamerika, wo dieser Ibisvogel hauptsächlich in Mangroven vorkommt. Hier ist der Rosalöffler im flachen Wasser auf der Suche nach kleinen Fischen, Krebstieren, Insekten und Schnecken, die er mit seinem namengebenden an einen Löffel erinnernden Schnabel aus dem Wasser filtert. Dabei schreitet der Vogel mit seinen langen Stelzenbeinen durch das Gewässer und bewegt den Schnabel darin hin und her.

Der Rosalöffler brütet in gemischten Kolonien, die sich aus Ibissen, Kormoranen, Reihern und Störchen zusammensetzen und errichtet sein Nest aus Ästen und Reisig hoch oben im Baum. Die Küken weisen anfangs noch nicht den löffelähnlichen Schnabel auf und sind zunächst mit einem spitzen Schnabel ausgestattet, um damit leichter die zunächst vorverdaute Nahrung aus den Schnäbeln der Eltern picken zu können.
Das ebenfalls namengebende rosafarbene Gefieder erhält der Rosalöffler von einem Carotinoid, das gefressene Krebstiere aufweisen. Dieses lagert sich in den wachsenden Federn des Rosalöfflers ab und veranlasst so, wie bei Flamingos, die Rosafärbung des Vogels.
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga
