Leopard im Gras

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Löwen (Panthera leo)

Anders als die anderen eher einzelgängerischen Großkatzen lebt der Löwe in einem Rudel, das hauptsächlich aus verwandten Weibchen und deren Nachwuchs besteht. Diese Weibchen bringen ihre Jungtiere gleichzeitig zur Welt, und jedes Muttertier säugt auch die Jungen der anderen. Eine solche Gruppe wird von einem Verband ausgewachsener Männchen verteidigt. Je nach Größe des Reviers und Anzahl der Beutetiere kann ein Löwenrudel bis zu 30 Tiere umfassen.

Die Reviergrenzen werden durch Kot und Urin markiert, und das beeindruckende Löwengebrüll dient ebenfalls der Reviermarkierung. Dieses Gebrüll ist von Boeti bei uns im Zoo gegen Abend häufiger zu hören. In der Regel verteidigt ein Männerverband etwa zwei bis drei Jahre lang die Löwinnen-Gruppe und das Revier, bevor sie von jüngeren, stärkeren Löwen abgelöst werden. Junge männliche Löwen bleiben bis zu drei Jahre im Rudel ihrer Eltern.

Löwen ernähren sich von nahezu allem, was sie überwinden können, und jagen meist nachts oder am frühen Morgen. Ein Löwenrudel wird selten von nur einem männlichen Löwen angeführt, und die Kater erlegen einen großen Teil ihrer Nahrung selbst.

Laut der Weltnaturschutzunion IUCN sind die Bestände der Löwen in jüngster Zeit um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Daher wird der Löwe auf der IUCN Roten Liste gefährdeter Arten als „gefährdet“ (VU) geführt.

Bei uns im Zoo leben seit 2021 insgesamt drei Löwen. Boeti kam aus dem GaiaZOO in Kerkrade, Niederlande, zu uns, wo er am 15. Oktober 2019 geboren wurde. Die beiden Schwestern Saba und Zuri stammen aus dem Thüringer Zoopark Erfurt, wo sie am 31. August 2020 zur Welt kamen. (Text: Ida Andrae, Marcel Stawinoga)

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